Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen

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Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen
Aktuelles









Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen führt Freisprechung durch

Auch wenn die Umstände in diesem Jahr einen feierlichen Rahmen nicht möglich machten, würdigte die Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen die Leitungen ihrer erfolgreichen Prüfungsabsolventen. Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene-Vorschriften wurden die Gesellenbriefe in der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen, in Anwesenheit des Obermeisters Wolfgang Becker, Altenkirchen, und Mitglieder des Prüfungsausschusses, überreicht. Für besondere Leistungen wurden Felix Boll aus Kundert, (in Klammern Ausbildungsbetrieb Edgar Leonhardt, Tischlermeister, Scheuerfeld) und Georg Wiszniewsky, Wahlrod (Markus Löhr, Tischlermeister, Höchstenbach), geehrt.



Ein Beschluss mit wegweisendem Potenzial

Mit dem Mitte Mai im Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) verabschiedeten Positionspapier "Handwerk und Normung" übernimmt das Zentralorgan eine wichtige strategische Vermittlerrolle in der Normungsarbeit. Erklärtes Ziel ist es, Normen und Normungsprozesse stärker an den Bedürfnissen des Handwerks und der kleinen und mittleren Unternehmen auszurichten.

Tischler Schreiner Deutschland begrüßt diesen unverzichtbaren Schritt und erhofft sich daraus eine Signalwirkung an Politik und Wettbewerber. "Eine herausragende Stärke des Tischler- und Schreinerhandwerks ist die handwerkliche Produktion", erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher. "Sie beruht auf jahrhundertealter Erfahrung und Tradition. Sie ist deshalb wichtiger Bestandteil unserer kulturellen Identität", so der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige weiter. Diesen Erfahrungsschatz im Kontext moderner Entwicklungen zukunftssicher zu bewahren sei unter anderem eine Aufgabe sachgerechter Normungsarbeit.

Einer, der sich seit gut 20 Jahren mit dieser Herausforderung hauptberuflich befasst, ist Ralf Spiekers. Der diplomierte Holzingenieur weiß um die Bedeutung gewerkübergreifender Koordination. "Das Tischler- und Schreinerhandwerk ist mit seiner Produktionsbreite und -tiefe eine der vielseitigsten Branchen überhaupt." Die Regel- und Normendichte sei immens und ohne hohe fachliche Qualifikation und einschlägige Berufserfahrung kaum zu beherrschen.

"Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Standards, die das Tischler- und Schreinerhandwerk zumindest indirekt betreffen. Genau hier liegt die Herausforderung", erläutert Spiekers. Bereits kleine Anpassungen könnten ungeprüft und unbesprochen verheerende Auswirkungen für die Branche haben. Die minimale Anpassung eines Grenzwerts – das zeige die Erfahrung – könne beispielsweise ganze Produktionsabläufe auf den Kopf stellen und selbst bestehende Maschinen von einem auf den anderen Tag zu "Edelschrott" deklarieren. "Wir reden von Betrieben im Jahr 2020. Da kommen auch bei kleineren Unternehmen schnell mehrere hunderttausend Euro zusammen", rechnet Technikexperte Spiekers vor.

Die frühzeitige Begleitung ist der Schlüssel
Die große Chance des ZDH-Beschlusses liege nun vor allem in den gestiegenen Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen, ergänzt Radermacher: "Wenn es um Wirtschaftsinteressen oder politische Mitsprache geht, spielt der ZDH ganz klar in der obersten Liga. Deshalb war es uns seit Langem ein Anliegen, dass dieser Einfluss auch in Normungsfragen geltend gemacht werden kann." Das Positionspapier ist nun ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. Jetzt gelte es, die entsprechenden Strukturen aufzubauen. Die Ziele seien schließlich ehrgeizig gefasst. Bereits mit dem Papier wurden Vorschläge und Forderungen an die Bundesregierung, das Deutsche Institut für Normung (DIN) und die Europäische Kommission formuliert – als Ausgangspunkt für den beginnenden Diskussionsprozess mit den verantwortlichen Institutionen. "Es wäre schon eine große Hilfe für uns Fachverbände, wenn der ZDH bei den gewerkübergreifenden Querschnittsnormen Einfluss gewinnt", schließt Normen-Experte Spiekers. Denn ob Nachhaltigkeitsnachweise, Arbeits- oder Umweltschutzthemen – in all diesen Bereichen seien eine frühzeitige übergeordnete fachliche Begleitung notwendig, um bei den späteren gewerkspezifischen Regelungen keine bösen Überraschungen zu erleben.

Berlin, 10. Juni 2020


Quelle: tischler-schreiner.de







Alles für die Gemeinschaft

Das Coronavirus und die daraus resultierenden Eindämmungsmaßnahmen haben dem Tischler- und Schreinerhandwerk einen herben Schlag versetzt. Ganze Branchenbereiche – wie Messe-, Hotel- oder Ladenbau sind komplett eingebrochen. Selbst Unternehmen, die von den ersten Einschränkungen wenig betroffen waren, werden die Folgen der aktuell schwachen Nachfrage zu spüren bekommen. TSD-Präsident Thomas Radermacher und TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner geben Einblicke, was die Verbände der Politik derzeit raten, damit die Wirtschaft so bald wie möglich wieder in Tritt kommt.

"Allen Widrigkeiten zum Trotz haben sich unsere Tischler- und Schreinerbetriebe tapfer geschlagen, sind auch bei vielfach herben finanziellen Einbußen kreativ und optimistisch geblieben und haben die guten Instrumente wie Kurzarbeit und Soforthilfen genutzt, um ihre und die Existenz ihrer Mitarbeiter zu sichern", erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher. "Jetzt brauchen wir Planungssicherheit, Stabilität und Investitionsanreize, um nach den Öffnungsschritten möglichst bald zur Normalität zurückzukehren." Erreichen lässt sich dieses Ziel über ein wirkungsvolles Konjunkturprogramm, "bei dem der volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzen an erster Stelle stehen", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner und hält daher auch ein Konjunkturpaket für Betriebe für unverzichtbar.

Zuallererst sollten damit technologieneutrale Investitionen gefördert werden. Kunden sollten selbst entscheiden können, für welche Anschaffungen sie ihren Zuschuss verwenden wollen: "Es gibt viele Möglichkeiten für nachhaltige und klimafreundliche Investitionen, die insbesondere das Tischler- und Schreinerhandwerk, aber auch andere Branchen bieten, eine Kfz-Abwrackprämie wäre da nicht mein erster Gedanke“, beschreibt Paukner den Ansatz. Eine zentrale Rolle käme dabei auch den Kommunen und öffentlichen Auftraggebern zu. "Verständlicherweise sind die Menschen verunsichert und dadurch nur wenig investitionsfreudig", führt Paukner weiter aus. Deshalb seien gerade jetzt öffentliche Aufträge umso wichtiger. Sie böten nicht nur ein Stück weit Normalität, sondern auch Modernisierung und ökologischen Fortschritt, was die deutschen Klimaschutzziele betrifft.

Keinesfalls dürften die Betriebe in dieser empfindlichen Phase durch zusätzliche Belastungen ausgebremst werden. Wenn uns die Krise eines gelehrt habe, schließt Radermacher an, dann doch dies: "Plötzlich gingen behördliche Entscheidungen schnell und unbürokratisch." Wenn also die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiedererlangt werden soll, dann könne das nur geschehen, wenn die öffentliche Verwaltung voll arbeitsfähig sei und regulatorische Belastungen auf ein Mindestmaß reduziert würden.

Unverzichtbar
Weiterhin angewiesen sind Handwerksunternehmen auf liquiditätssichernde Maßnahmen. "Insbesondere Betriebe mit unter zehn Mitarbeitern haben von den Soforthilfen bislang kaum profitieren können", stellt Paukner klar. Doch gerade diesen wichtigen Sektor des Mittelstandes gelte es besonders zu schützen, ergänzt Radermacher: "Er wird schließlich das Rückgrat auf dem Weg zur wirtschaftlichen Stabilität in Deutschland sein." Allein die Qualifizierungs- und Ausbildungslast, die in diesem Bereich geschultert werde, sei enorm. Dennoch passiere zur Stabilisierung der Ausbildungs- und Bildungsstrukturen derzeit zu wenig. Vor allem den zahlreichen kleinen und mittleren Betrieben als Arbeitgeber und damit bedeutenden regionalen Wirtschaftsfaktoren werde dies nicht gerecht.

Jeder tut, was er kann
Die Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks setzt in der schwierigen Zeit der Coronakrise neben der politischen Beratung vor allem auf maximale Hilfe der Gemeinschaft. So arbeiten seit Monaten zahlreiche Berater daran, alle das Tischler- und Schreinerhandwerk betreffenden wichtigen Themen und Hilfestellungen in einer eigens dafür geschaffenen Online-Übersicht fortlaufend zu aktualisieren. "Alles, was die Betriebe jetzt wissen müssen, ist dort zusammengefasst, ausgewertet und aufbereitet worden", erläutert Radermacher. "Ein immenser Kraftakt unserer Gemeinschaft, der aber nötig ist, damit sich unsere Betriebe voll und ganz aufs eigene Unternehmen konzentrieren können."

Berlin, 2. Juni 2020

Quelle: tischler-schreiner.de










Anlässlich der Corona-Krise verzeichnen unsere Handwerksbetriebe nie dagewesene Einbrüche mit schwerwiegenden Folgen für Liquidität, Beschäftigung und den Betriebsbestand. Viele Handwerksberufe üben aber gerade auch in diesen Tagen zentrale systemrelevante Tätigkeiten aus: sei es im Bereich Hygiene und Gesundheit, bei der Lebensmittelgrundversorgung oder im Bereich technischer Notdienste und Mobilität.

In den vergangenen zwei Wochen haben Innung, Verband und Handwerkskammer Ihnen eine Fülle von Informationen zur Verfügung gestellt. Wir bündeln Fragen und Informationen, die sich für Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen aktuell im Zusammenhang mit der Corona-Krise stellen. Greifen Sie zurück auf die nachstehenden Informationen:

Zentralverband des Deutschen Handwerks:  https://www.zdh.de/themen-a-z/coronavirus/

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung:

Fragen zu Personalangelegenheiten, Kurzarbeit, Kredite, Zuschüsse, Bürgschaften und Liquidität:

Elisabeth Schubert
Tel. 02602 1005-11 oder 0151- 51087631

Michael Braun
Tel. 02602 1005-25 oder 0151-54760979

Fragen zu Gesellenprüfung, Prüfungsablauf, Einsatz Prüfungsausschuss

Fred Kutscher
Tel. 02631 946413

Kerstin Görldt
Tel. 02631 946410








Steuerboni eingeführt

Klimafreundliche Sanierungen von Gebäuden sollen stärker gefördert werden: Über die Änderung des Einkommensteuer­gesetzes hat die Bundesregierung Anreize für die energetische Gebäudesanierung geschaffen.

Über die Änderung des Einkommensteuergesetzes hat die Bundesregierung Anreize für die energetische Gebäudesanierung geschaffen. Dazu wurde im vergangenen Dezember das Einkommen­steuergesetz um den Paragrafen "Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden" ergänzt. Dieser Titel ist durchaus wörtlich zu nehmen. Gefördert werden demnach nur Einzelmaßnahmen im jeweiligen Kalenderjahr, wenn die betreffenden Gebäude ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden. Das schließt auch Eigentumswohnungen mit ein. Für Tischler und Schreiner sowie deren Kunden ist dabei vor allem die Erneuerung von Fenstern und Außentüren interessant.

Folgende Eckpunkte gilt es zu berücksichtigen:

  • Das begünstigte Gebäude muss älter als zehn Jahre sein.
  • Gefördert werden Maßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2019 und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen wurden.
  • Die Absetzbarkeit von der Steuerschuld beträgt drei Jahre.
  • Die tarifliche Einkommensteuer kann auf diese Weise um bis zu 40.000 Euro gemindert werden, entsprechend der Staffelung:
    1. Jahr 7 Prozent (bis zu 14.000 Euro),
    2. Jahr 7 Prozent (bis zu 14.000 Euro),
    3. Jahr 6 Prozent (bis zu 12.000 Euro).
  • Als Beginn gilt bei Maßnahmen, für die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Zeitpunkt, zu dem ein Bauantrag gestellt wurde. Ansonsten reicht die Kenntnisnahme der zuständigen Behörde; für sonstige nicht genehmigungspflichtige Maßnahmen ist der Zeitpunkt des tatsächlichen Baubeginns ausschlaggebend.
  • Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen – zum Beispiel sowohl für die Erneuerung der Fenster als auch der Heizungsanlage – an einem förderfähigen Objekt beansprucht werden.

Förderfähig ist zukünftig auch die Baubegleitung durch Energieberater, die für die Vor-Ort-Beratung (BAFA) zugelassen sind, sowie für solche Berater, die nach Paragraf 21 EnEV ausstellungsberechtigt sind. Die tarifliche Einkommensteuer reduziert sich dabei um 50 Prozent der Aufwendungen für den Energieberater. Hervorzuheben ist außerdem, dass eine Steuer­ermäßigung nur möglich ist, wenn die Arbeiten von einem Fachunternehmen durch­geführt wurden. Als Fachunternehmen gelten nur Gewerke, die in der energetischen Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) aufgelistet sind. Das trifft für Tischler und Schreiner bereits zu!

Die Inanspruchnahme der Steuerermäßigung ist an folgende Voraussetzungen gebunden:

  • Der Steuerpflichtige hat für die Aufwendungen eine ordnungsgemäße Rechnung erhalten.
  • Die Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers ist erfolgt.
  • Es werden Maßnahmen nur dann gefördert, wenn sie durch das entsprechende in der ESanMV aufgeführte Fachgewerk ausgeführt wurden.
  • Die jeweilige Maßnahme darf nicht gleichzeitig mit dem Handwerkerbonus, KfW- oder BAFA-Mitteln gefördert werden (Ausschluss von Doppelförderung).

Quelle: Tischler Schreiner Deutschland

 




DIE GUTE FORM 2019

Wolf Weingarten ist bester Nachwuchs-Tischler von Rheinland-Pfalz

Der junge Mann aus Rheinhessen überzeugte mit seinem GesellenstückTête-À-Tête-Bank“ die Fachjury und gewann so den begehrten Nachwuchspreis des Landesinnungsverbandes Tischlerrheinland-pfalz. Im kommenden Jahr wird er gemeinsam mit dem zweitplatzierten Max Rahm Rheinland-Pfalz beim Bundesentscheid von DIE GUTE FORM vertreten. Die Siegerehrung fand am Freitag, den 11. Oktober 2019, im Forum Mittelrhein in Koblenz statt.

Der jährlich stattfindende Wettbewerb DIE GUTE FORM richtet sich an junge Tischlerinnen und Tischler, die ihre Gesellenprüfungen erfolgreich absolviert haben. Jede Tischler-Innung aus Rheinland-Pfalz hatte im Vorfeld die Möglichkeit, bis zu drei Gesellenstücke für den Landesentscheid DIE GUTE FORM zu nominieren – so kamen 2019 insgesamt 32 Teilnehmer zusammen. In einer Vorauswahl wählte die Wettbewerbsjury dann die 14 Finalstücke aus, die anschließend im Rahmen einer hochwertigen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Sieger werden dann bei der feierlichen Ausstellungseröffnung bekannt gegeben und ausgezeichnet. Die beiden Erstplatzierten des Landesentscheids erhalten zudem die Möglichkeit, ihr Bundesland beim folgenden Bundesentscheid von DIE GUTE FORM zu präsentieren, der 2020 auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München stattfinden wird.

In diesem Jahr belegte Wolf Weingarten (Ausbildungsbetrieb: Antike Möbel Metzner, Mainz) mit seinem Gesellenstück „Tête-À-Tête-Bank“ den ersten Platz. Zweiter wurde Max Rahm, der einen modernen Sekretär entworfen hatte (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Rahm, Mehlingen). Den dritten Platz belegte Till Heine mit seinem Schreibtisch (Ausbildungsbetrieb: Rainer Schmidt Bau- u. Möbelschreinerei, Wirges). Von der Jury belobigt wurden außerdem der „Stumme Diener“ von Elena Viandt (Ausbildungsbetrieb: Tischlerei Scholz, Zornheim) sowie der „Schreibtisch – klassisch und modern“ von Tim Schwob (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Dietrich, Tiefenbach).

Für den ersten Platz gibt es 500 Euro Preisgeld, für den zweiten Platz 350 Euro und für den dritten Platz 200 Euro. Außerdem werden die beiden gesonderten Belobigungen mit jeweils 50 Euro prämiert.

Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Brigitte Steffen, Professorin für Textildesign/ Material- und Surface-Design an der Hochschule Reutlingen, Johannes Niestrath vom Möbel und Ausbau Magazin dds und Karin Bille, Formgebungsberaterin von der Beratungsstelle der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz, zeigte sich begeistert vom Gesellenstück des Gewinners: „Die Retrospektive auf Gestellmöbel der 1950er- und 1960er-Jahre liegt derzeit voll im Trend und wurde von Wolf Weingarten durch die wechselseitige Sitzposition und den scharf gezeichneten Korpus zwischen den beiden Polsterelementen humorvoll durchbrochen. Die Anmutung des Sitzmöbels wird außerdem von der herausragenden Verarbeitungsqualität mit organisch geformten Übergängen unterstützt.“

Alle Exponate des Wettbewerbs sind Teil der öffentlichen Ausstellung „DIE GUTE FORM – Schreiner gestalten ihr Gesellenstück“ im Forum Mittelrhein in Koblenz und können dort noch bis zum 31. Oktober 2019 besichtigt werden.

Über DIE GUTE FORM

DIE GUTE FORM ist ein Wettbewerb für Nachwuchs-Tischler, der in Rheinland-Pfalz jedes Jahr vom Landesinnungsverband Tischlerrheinland-pfalz ausgerichtet wird. Der Fokus liegt dabei auf der Formgebung. Dadurch soll erreicht werden, dass sich im Handwerk wieder vermehrt mit den Thema Design auseinandergesetzt wird. Gleichzeitig soll der Wettbewerb die gestalterischen und kreativen Fähigkeiten des Tischlerhandwerks in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Teilnehmen können alle jungen Tischlerinnen und Tischler mit ihren Gesellenstücken, die zum Zeitpunkt der Gesellenprüfung maximal 25 Jahre alt sind und deren Ausbildungsbetriebe Mitglieder von Tischlerrheinland-pfalz sind.

Weitere Informationen unter www.leben-raum-gestaltung.de.

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BerufsschülerInnen bauen sich ihre CNC-Fräsen selbst

„Wenn 3D-Druck auf CNC-Technik trifft, wird es spannend“, dachten sich acht angehende Holzmechaniker und TischlerInnen der Klasse BS HO 17 an der BBS Betzdorf-Kirchen und nahmen das Angebot einer Arbeitsgemeinschaft zum Bau von CNC-Fräsen mit 3D-gedruckten Teilen wahr.

Zusammen mit ihren Lehrern Thomas Staß und Thomas Bredenbröker setzen die Auszubildenden gegenwärtig das Konzept „Mostly Printed CNC“ um. Hierbei bestehen die Führungen der Maschine aus Edelstahl-Rohren, während alle weiteren benötigten Teile aus Kunststoff gedruckt werden. Dieses Verfahren führt zwar nicht zu einer Fräse in Industriequalität, reicht aber dennoch ohne Weiteres dazu aus, Sperrholz und Aluminium in Zehntel-Millimeter-Genauigkeit zu bearbeiten. Zudem ist der Bau einer solchen Fräse mit den Mitteln einer Auszubildendenvergütung realisierbar.

Das Projekt selbst kam eher zufällig zu Stande. Thomas Bredenbröker hatte seiner Klasse davon erzählt, dass er gerade dabei ist, für eine CNC-Fräse Teile auf seinem 3D-Drucker (für die Experten: ein Prusa i3 Mk3) zu drucken. Daraufhin fragte einer seiner Schüler, ob es möglich sei, auch für ihn Teile mit zu drucken. Jetzt wurden auch weitere Schülerinnen und Schüler hellhörig und wenige Wochen später war die neue AG auf freiwilliger Basis geboren. Seitdem treffen sich die Hobbybastler regelmäßig nach Unterrichtsende und lassen in Summe acht neue CNC-Fräsen entstehen, von denen eine sogar am Ende der Schule zu Gute kommt.

 Aber wie gingen sie dabei vor?

Zunächst einmal mussten sie satte sechs Kilometer Kunststoff-Faden zu 43 verschiedenen Teilen pro Fräse verarbeiten. Diese Teile wurden anschließend verschraubt und teilweise mit Rollenlagern für die Führungen versehen. Dabei ist feinfühliges und genaues Arbeiten enorm wichtig, wird jedoch am Ende mit einem exakten Lauf der Fräse belohnt. Den Antrieb dafür besorgen fünf Schrittmotoren, die über ein Arduino-Bord angesteuert werden.

Trotz der Tatsache, dass die verfügbare Zeit der Arbeitsgruppe wie im Flug vergeht, ist die erste Fräse fast schon zum Verkabeln bereit. Einige ganz ehrgeizige Projektteilnehmer haben sich sogar das Ziel gesetzt, ihre Fräse noch vor Beginn der Sommerferien in Betrieb zu nehmen. Ob dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, werden wir in einem Abschlussbericht auflösen.

Unbestritten ist aber jetzt schon, dass die TeilnehmerInnen am Ende des Projektes nicht nur eine eigene CNC-Fräse besitzen, sondern auch viel über den Aufbau und die Bedienung einer derartigen Maschine gelernt haben. Des Weiteren können mit Hilfe des im Unterricht erlernten CAD-Programms „Vectorworks“ alle Werkstücke konstruiert und danach gleich auf der Fräse hergestellt werden.







 

Erster Praxistag der Tischler an der BBS

 Wenn ein Hocker nicht nur ein lehnenloses Sitzmöbelstück ist, sondern auch die Verbindung von Theorie, Praxis und ganzheitlicher Kompetenzförderung, dann muss diese Funktionserweiterung einen Grund haben.

Diesen hatte sie durch die Premiere des Praxistages für die angehenden Tischler an der BBS Betzdorf-Kirchen. Die Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen hatte im September des vergangenen Jahres zu einer Sondersitzung eingeladen, in der ein gemeinsamer Austausch zur Optimierung der Tischler-Ausbildung im Fokus stand. Neben Obermeister Wolfgang Becker waren u. a. noch zahlreiche weitere Innungsvertreter verschiedener Ausbildungsbetriebe sowie die in diesem Segment unterrichtenden Lehrer der BBS Betzdorf-Kirchen Thomas Staß, Thomas Bredenbröker und Christoph Ambroziak zur Innungsversammlung gekommen. Letztgenannter versetzte sich bei der Frage nach Verbesserung noch einmal selbst in die Situation der Auszubildenden und fragte sich, was ihm damals in seiner Ausbildung zusätzlich zum bestehenden Angebot geholfen hätte. Projektorientiertes und selbstständiges Arbeiten an konkreten Kundenaufträgen unter Prüfungsbedingungen lauteten die ersten Ideen für einen Praxistag und bildeten die Grundlage weiterer Planungen.

Bereits Ende Februar sollte das Vorhaben an der BBS dann schon umgesetzt werden. Lernfeldübergreifend stellten die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres ihr Können unter Beweis. So entstanden mittels handwerklicher und maschineller Verbindungen die erwähnten Hocker. „Es wurde mehrere Stunden zielstrebig und konzentriert an den jeweiligen Werkstücken gearbeitet“, beschrieb Christoph Ambroziak seine Beobachtungen während des Tages. „Ich bin froh, dass die Tischler-Innung des Kreises dieses Vorhaben unterstützt. Die Durchführung solcher Praxistage stellen Höhepunkte der Ausbildung dar, auf die man hinarbeiten kann. Wir möchten diese Tage jedem Jahrgang im Laufe der Lehre zweimal ermöglichen“, ergänzte der Studienrat.

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ihrerseits waren überrascht, wie schnell die Stunden an diesem Tage verflogen. „Warum fängt der schon an zu sägen, während ich noch zeichne?“, fragte sich der ein oder andere Azubi und bemerkte somit gleichzeitig, wie wichtig Organisation und Zeitmanagement ist. Am Ende waren sich alle angehenden Tischler einig, dass die Installation eines solchen Praxistages in das Programm der Ausbildung sehr sinnvoll sei. Vor allem der Austausch über die unterschiedlichen Wege zum Ziel „Hocker“ erschien ihnen dabei außerordentlich ertragreich.

 






 

Tischler-Innungen führten gemeinsame Versammlung durch

Interessante Vorträge und Fachthemen sowie konstruktive Diskussionen standen im Mittelpunkt der diesjährigen, gemeinsamen Innungsversammlung der Tischler-Innungen aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald, die in der Aula der David-Roentgen-Schule Neuwied stattfand. Obermeister Norbert Dinter (Innung Neuwied) begrüßte die Mitglieder auch im Namen seiner Kollegen im Amt, Wolfgang Becker (Innung Altenkirchen) und Siegfried Schmidt (Innung Westerwaldkreis) und dankte für das Erscheinen. Den Grußworten schloss sich auch Markus Wunsch, stellvertretender Schulleiter der David-Roentgen-Schule Neuwied, an.

Internet – Fluch und Segen

Sozial Media, Internetshopping, Wissensportal etc. Die Bandbreite des Nutzens und der vielfältigen Möglichkeiten des Internets ist überwältigend. Die Zahlen sprechen für sich –nahezu 90 % der deutschen Bevölkerung nutzt das Internet. Dass damit verbunden auch kriminelle Handlungen einhergehen, ist sicherlich auch vielen Internetnutzern bekannt. Auswirkungen der Internetkriminalität und wie man sich davor schützen kann, war Thema von Hauptkommissar Thomas Budday von der Polizeiinspektion Koblenz, Zentrale Prävention. Budday ging in seinem Vortrag auf wesentlichen Bereiche wie Identitätsdiebstahl (Phishing), Datendiebstahl durch Social Engineering, Digitale Erpressung oder gar die Infizierung des vom Anwender genutzten Computers ein.

 Auch das Thema Ausbildung wurde sehr umfangreich erörtert und besprochen. Zu Beginn stellte Jürgen Stein von der Handwerkskammer Koblenz die Maßnahme „Ausbildungsabbrüche vermeiden“ vor. Mathias Hermann und Udo Anders vom Prüfungsausschuss der Innung Neuwied, stellten das „Hamburger Modell“ vor. Im Anschluss standen die Referenten den Versammlungsteilnehmern für weitere Fragen zur Verfügung.  Bevor Dinter die Innungsversammlung mit dem Dank an alle Teilnehmer schloss, erfolgte die einstimmige Abstimmung über Jahresrechnung und Haushaltsplan.





 

Fenster- und Türen-Recycling: Ein großer Dienst für die Umwelt

Das Thema Recycling gehört heute in Sachen Umweltschutz nicht nur zum guten Ton, sondern stellt auch eine Verpflichtung gegenüber den nachfolgenden Generationen dar. Das gilt auch für Fenster und Türen: Weggeworfen wird hier am Ende der Nutzungszeit so gut wie nichts, denn jeder Bestandteil ist wertvoll und kann nach einer entsprechenden Aufarbeitung wiederverwertet werden.

Fenster und Türen bestehen aus den unterschiedlichsten, angesichts endlicher Ressourcen sehr wertvollen Materialien: Aus Kunststoff, Holz und Metall und natürlich aus Glas. Alle diese Stoffe lassen sich auf die eine oder andere Art recyceln. Kunststoff wird zum Beispiel in einem geschlossenen Wertstoffkreislauf in mehreren Schritten auf Millimetergröße zerkleinert, nahezu vollautomatisch sortiert, gereinigt und aufbereitet. Das Endprodukt ist ein sortenreines und hochwertiges Kunststoff-Granulat, das für neue Fenster und Türen und auch für Bauprofile verwendet werden kann.

Einen anderen Weg geht das Holz alter Holz- und Holz-/Metallfenster: Das Naturmaterial ist nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ein CO2-neutraler Energieträger, der in modernen Biomasse-Heizkraftwerken zur effizienten Energieerzeugung eingesetzt werden kann. Holz macht etwa zwei Drittel des Fensters aus, das Recycling erfolgt durch spezialisierte Altholz-Verwertungsunternehmen. Es wird geschätzt, dass die so genannten End-of-Life-Holztüren und -fenster in Deutschland zumeist der Verbrennung mit Energierückgewinnung zugeführt werden.

Metallteile wie Rahmen oder Beschläge werden zerkleinert, sortiert, gereinigt und eingeschmolzen. Aus dem so wiedergewonnenen Rohstoff entstehen dann neue Fenster- und Türenbestandteile sowie Bauprofile. Dabei geht Aluminium – wie Kunststoff auch – den Weg des geschlossenen Wertstoffkreislaufes. So werden wiederverwertbare Bauteile eingesammelt, aufbereitet und dem Schmelzbetrieb wieder zugeführt, um neue Fensterprofile herzustellen. Dafür wird das Alt-Aluminium geschreddert und von Fremdmaterialien getrennt. Danach wird es in Schmelzwerken eingeschmolzen und zu Pressbolzen gegossen, die von hervorragender stofflicher Qualität sind. Und auch das Glas geht nicht verloren: Daraus entstehen neue Fenstergläser oder Glasbauteile, die ebenfalls im Hausbau Verwendung finden. Man sieht also: Verschwendet wird im Fenster- und Türenbau nichts. Selbst nach Jahrzehnten des Gebrauchs finden die vielen Bestandteile eine neue Bestimmung und schonen so die ohnehin knappen Ressourcen der Erde.

Quelle:  tischler-schreiner.de

 





Das neue Verpackungsgesetz

Am 1. Januar 2019 tritt das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen (Verpackungsgesetz - kurz: VerpackG) in Kraft und löst die bisher geltende Verpackungsverordnung ab. Ziele des neuen Gesetzes sind, dass Recycling von Verpackungsabfällen weiter zu steigern, mehr Transparenz zu schaffen und damit auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zu sichern.

Für welche Handwerksbetriebe gilt das neue Verpackungsgesetz? Wann treten die neuen Regelungen in Kraft?

Alle Handwerksbetriebe, die Waren verpacken und an Dritte weitergeben, fallen unter den Regelungsbereich des Verpackungsgesetzes.

Weitere Infos hier:

Quelle:  zdh.de

 






Freisprechungsfeier der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen

Großer Andrang herrschte bei der Freisprechungsfeier der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen. Verbunden mit einer Ausstellung der Gesellenstücke hatte die Innung traditionell in die Sparkasse Westerwald-Sieg nach Altenkirchen eingeladen. Viele interessierte Besucher konnte Obermeister Wolfgang Becker zur Feierstunde begrüßen. „Die Übergabe der Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse an die Junggesellen bildet den Abschluss der Ausbildung zum Tischler“, so Becker. Sein Dank galt daher dem Gesellenprüfungsausschuss für die geleistete Arbeit und das ehrenamtliche Engagement.

Diesen Glückwünschen schlossen sich Michael Bug, Vorstand der Sparkasse Westerwald-Sieg an. Als interessantes Highlight konnte der Obermeister Gert Schumann von der Möbelwerkstätte Schumann, Altenkirchen, und seine Mitarbeiterin Nicole Rex begrüßen. Schumann stellte seinen Betrieb vor und berichtete, dass sein Unternehmen schon mehrmals seinen Mitarbeitern die Möglichkeiten zur Teilnahme an Auslandspraktika ermöglicht hat. So auch Nicole Rex, die sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ. In einem überaus interessanten Vortrag berichtete Sie über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse anlässlich eines Praktikums in Finnland.

Im Anschluss daran erhielten die Junghandwerker ihre Gesellenbriefe. Für besondere Leistungen bei der diesjährigen Gesellenprüfung wurde Constantin Rülke, Daaden (Ausbildungsbetrieb Uwe Knautz, Tischlermeister, Kirburg) von der Innung ausgezeichnet. Für die Erstellung seines Gesellenstücks wurde er auch vom Prüfungsausschuss für die „Gute Form 2017“ vorgeschlagen und kann sich nun auf Landesebene qualifizieren.

Bilderarchiv siehe hier:




Verantwortlich: Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Bundesverband Holz und Kunststoff
Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Schreiner Rheinland-Pfalz- Landesinnungverband für das Tischlerhandwerk