Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen

Wir gestalten Lebensräume...
... dafür setzen wir uns mit Kraft und Kreativität ein.
Damit Raum und Leben ein Stück weit schöner werden.

Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen
Aktuelles




Zur heutigen Vereinbarung der Koalitionspartner zur Dieselfrage erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Es ist gut, war aber auch längst überfällig, dass sich die Koalition auf zusätzliche Maßnahmen zur Lösung der Dieselkrise geeinigt hat. Aus Sicht des Handwerks ist entscheidend, dass die Einigung nicht lediglich sogenannte Umtauschprämien beinhaltet, sondern endlich die vom Handwerk lange geforderte Möglichkeit zur Nachrüstung dafür geeigneter Fahrzeuge geschaffen wird.

Das Handwerk appelliert an alle Beteiligten – sowohl Autohersteller als auch an Nachrüster, an Bund, Länder, Kommunen und auch die Umweltverbände, nun gemeinsam mit den gewerblichen und privaten Verbrauchern schnell den Weg freizumachen, um die im Kompromiss vereinbarten Maßnahmen gemeinsam umzusetzen. Die letzten fehlenden Zusagen der Automobilhersteller müssen in Kürze erfolgen! Auch die ausländischen Autohersteller sind aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Voraussetzung ist, dass das Kraftfahrt-Bundesamt ebenfalls umgehend den Weg für die gefundenen Lösungen freimacht und entsprechende Nachrüstgenehmigungen erteilt.

Zu begrüßen ist, dass schnell eine Nachrüstförderung für Nutzfahrzeuge zwischen 2,8 und 7,5 Tonnen geschaffen und vom Bund mit einer 80-prozentigen Förderung unterlegt wird, um in allen 65 Städten mit Grenzwertüberschreitungen und angrenzenden Gebieten gezielt Handwerks- und anderen Gewerbebetrieben zu helfen.

Hier kann man angesichts der leichteren technischen Machbarkeit schnell etwas erreichen. Allerdings erwartet das Handwerk auch in diesem Fahrzeugsegment, dass die Autoindustrie finanzielle Verantwortung übernimmt. Das Handwerk braucht zudem auch Lösungen für leichtere Fahrzeuge sowohl mit Lkw- und Pkw-Zulassung, da sie - Kombis und Kleintransporter - den handwerklichen Fuhrpark stark prägen.

Die bislang vorgeschlagene Lösung, dass eine Pkw-Nachrüstung nur in den 14 der am meisten belasteten Städten ermöglicht werden soll, ist für die privaten und gewerblichen Pkw-Nutzer nicht ausreichend. Um drohende Fahrverbote zu verhindern, kann es zwar durchaus sinnvoll sein, sich zunächst auf besonders betroffene Ballungsräume zu fokussieren.

Jedoch müssen auch Dieselhalter in anderen Regionen - vor allem in Hinblick auf Langstreckenpendler und Betriebe mit Fernaufträgen sowie das Kfz-Gewerbe - die Möglichkeit erhalten, Nachrüstoption zu nutzen. Diese Regionen grundsätzlich auszuschließen ist weder aus finanziellen Gründen notwendig noch aus Gleichbehandlungsaspekten angemessen. Die konkreten Förderverfahren müssen für Privatpersonen und kleinere Unternehmen bürokratiearm ausgestaltet werden, um schnell Wirkung zu entfalten.

Quelle: zdh.de







Die Tischler-Innung Altenkirchen, vertreten durch den Betrieb des Obermeisters Wolfgang Becker,
war auf der ABOM Altenkirchen vor Ort und stellte die Ausbildung im Tischler-Handwerk vor.

 

Absolventen erhielten Gesellenbriefe

Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen ist erfreut über erfolgreichen Nachwuchs

Wer in den vergangen Tagen die Geschäftsstelle der Sparkasse Westerwald-Sieg in Altenkirchen betrat, staunte nicht schlecht vor dem Anblick vieler Möbelstücke. Sei es die in Eiche gefertigte Anrichte, der Schreibtisch in Nussbaum mit integrierten Schubläden sowie ein Bett in Rüster oder gar den Couchtisch.

Hierbei handelte es sich um die Ausstellung der Gesellenstücke, die ein jeder Auszubildender im Tischlerhandwerk im Rahmen seiner praktischen Prüfungsleistungen in der Gesellenabschlussprüfung herstellen muss. Nicht nur, dass diese Gesellenstücke vom Prüfungsausschuss der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen bewertet und benotet wurden. Dies wurde auch mit einer Ausstellung der Gesellenstücke in der Sparkassengeschäftsstelle Altenkirchen verbunden.

Im Rahmen einer kleinen Freisprechungsfeier der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen wurden die Prüflinge in den Gesellenstand gehoben. Besonders geehrt wurde Robin Baum, Michelbach (Ausbildungsbetrieb Möbelwerkstätte Gert Schumann GmbH, Altenkirchen), der sowohl als Prüfungsbester die diesjährige Gesellenprüfung absolviert hat und darüber hinaus eine Auszeichnung im Wettbewerb „Die gute Form“ erhielt.

 







Werte und Wertewandel in der Gesellschaft war ein Thema Tischler-Innungen führten Versammlung in Altenkirchen durch

Auch die nunmehr dritte Innungsversammlung wollten die Tischler-Innungen aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald gemeinsam durchführen. Gastgeber der diesjährigen Versammlung war die Innung Altenkirchen mit seinem Obermeister Wolfgang Becker. Becker begrüßte die Teilnehmer auch im Namen von Obermeister Norbert Dinter (Innung Neuwied) und stellv. Obermeister Michel Baumann (Innung Westerwaldkreis) im Hotel Glockenspitze Altenkirchen.

 Zu Beginn stand auf der Agenda das „Neue Bauvertragsrecht 2018“. Zu diesem Thema referierte Dieter Ehrmann, Justiziar der Handwerkskammer Koblenz. Den zahlreichen Fragen seitens der Teilnehmer stand Ehrmann Rede und Antwort. Nach einer kurzen Pause und einem kleinen Imbiss folgte der Geschäftsbericht der Obermeister, die diesen gegenüber der Versammlung zur Diskussion stellten.

„Werte und Wertewandel in der Gesellschaft“, so das Thema des Vortrags von Hans-Günter Schmidts, Vorstand der SRS e. V., Altenkirchen. Dieser tiefgreifende Vortrag sorgte für Nachdenklichkeit und Diskussionsbedarf innerhalb der Versammlung.

 Obermeister Norbert Dinter nahm die Innungsversammlung zum Anlass, Wolfgang Sehnem, Vorstandsmitglied der Innung Neuwied zu verabschieden. Sehnem ist nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Vorstand ausgeschieden. In seiner Laudatio würdigte der Obermeister seinen ehrenamtlichen Einsatz. „Wolfgang Sehnem war Mitglied im Innungsvorstand und im Gesellenprüfungsausschuss seit 2002. Für sein Engagement wurde ihm 2015 die Ehrennadel der Handwerkskammer Koblenz verliehen.“

 Von Seiten der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen gratulierte Obermeister Becker Tischlermeister Gerold Hof aus Betzdorf zum 25-jährigen Betriebsjubiläum. Im Januar 1993 ließ sich Hof in die Handwerksrolle der Handwerkskammer Koblenz eintragen, einen Monat später erfolgte die Innungsmitgliedschaft. Für die weitere berufliche Zukunft wünschte der Obermeister alles Gute sowie den nötigen wirtschaftlichen Erfolg.

Die geprüfte Jahresrechnung und der Haushaltsplan wurden von den Versammlungsteilnehmern einstimmig verabschiedet und Vorstand sowie Geschäftsführung Entlastung erteilt.

Nach Erörterung weiterer Berufsstandsfragen konnte Obermeister Becker auch im Namen der Kollegen aus Neuwied und dem Westerwald mit dem Dank an alle die Versammlung beenden und lud zu einer Führung durch das Sport- und Themenhotel Glockenspitze ein, von dem reger Gebrauch gemacht wurde.



Mängelhaftung: So wird’s fair

Zum 1. Januar 2018 tritt die von Tischlern und Schreinern langersehnte Reform der Mängelhaftung in Kraft. Wenn Handwerker einen Werkvertrag mit Verbrauchern geschlossen und die für den Auftrag verwendeten Materialien selbst eingekauft haben, haftet im Gewährleistungsfall der Lieferant sowohl für die Materialkosten als auch für die Ein- und Ausbaukosten.

"Damit unsere Tischler und Schreiner allerdings wirklich zu ihrem Recht kommen, müssen sie sich gegen unfaire AGB ihrer Lieferanten zur Wehr setzen", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner. So hatte der Gesetzgeber – entgegen der Empfehlung aus dem Handwerk – darauf verzichtet, die neuen Regeln AGB-fest zu gestalten, und damit zugelassen, dass Lieferanten die Haftung in ihren Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) ausschließen können.

Tischler Schreiner Deutschland empfiehlt daher seinen Mitgliedsbetrieben, nur solche Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu verwenden, die dem Haftungsausschluss widersprechen. Denn bei widerstreitenden AGB geht die Rechtsprechung davon aus, dass weder die eine noch die andere gilt, sondern die gesetzliche Regelung eintritt. "Das ist zwar ein kleiner Umweg zum angestammten Recht für unsere Tischler und Schreiner, doch immer noch besser als eine langwierige juristische Auseinandersetzung im Gewährleistungsfall", sagt Martin Paukner.

"Fairer Handwerkspartner"
Mit der Initiative "Fairer Handwerkspartner" geht die Innungsorganisation noch einen Schritt weiter und fragt Lieferanten des Gewerks, wie sie ab dem kommenden Jahr verfahren werden. "Unser Ziel ist, die Angelegenheit im Konsens zu regeln", erklärt Paukner, der aber auch klarstellt: "Wir können natürlich nur die Unternehmen als faire Handwerkspartner auf unseren Internetseiten veröffentlichen, die bereit sind, auf die ungerechte Abänderung der gesetzlichen Vorschrift in ihren AGB zu verzichten."

Die Initiative befindet sich gegenwärtig in der Vorbereitung und startet in Kürze.

Quelle: tischler-schreiner.de





Ziel: Die Null-Prozess-Quote

Komplexität reduzieren, Transparenz schaffen, Gerichtsprozesse vermeiden; mit diesen Zielen hatte Tischler Schreiner Deutschland im Zuge der Verbändeallianz der Ausbaugewerke mit den Trägern der SOKA-Bau verhandelt. Nun wurde eine Verbände­vereinbarung unterschrieben, die zukünftig den Umgang mit der Sozialkasse des Baugewerbes regelt und den Schutzschirm der Innungsorganisation für ihre Mitglieder verbessert.

Zentraler Baustein der Vereinbarung ist die Vereinheitlichung der Abgrenzungssystematik für alle betroffenen Gewerke: "Entscheidend für die Abgrenzung vom Baugewerbe ist für Tischler und Schreiner die 'Mitgliedschaft' und die 'Fachlichkeit'. Wobei die Fachlichkeit für Innungsmitglieder unwiderlegbar gegeben ist, wenn diese bis zum 30. Juni 2014 in die bundesweite Innungsorganisation eingetreten waren", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner die neue Regelung. Im Klartext: Alle Betriebe, die vor dem Stichtag Innungsmitglied waren, können von der SOKA-Bau zukünftig nicht mehr belangt werden.

Betriebe, die nach dem Stichtag Innungs­mitglied geworden sind, können nur in den Einflussbereich der SOKA-Bau fallen, wenn sie nicht von einem Tischler- oder Schreinermeister geführt werden und zugleich die Quote der im Betrieb beschäftigten Tischler/Schreiner einschließlich der Betriebs­inhaber unter 20 Prozent liegt. Treppenbaubetriebe müssen davon abweichend innerhalb von sechs Monaten in einem Kalenderjahr die 50-Prozent-Klausel erfüllen. "Gern hätten wir auch auf die Quotenregelung verzichtet, um die Abgrenzung transparenter zu gestalten", gibt Paukner zu. In jedem Fall werde man genau verfolgen, ob Mitgliedsbetriebe unter diese Regelung fallen, und sich im konkreten Einzelfall für die Betroffenen stark machen.

Von strategischem Vorteil …
… sei in jedem Fall die Stichtagsregelung, die für alle betroffenen Gewerke gelte und bei jeder zukünftigen Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen des Baugewerbes eine wichtige Rolle spiele. "Von dieser Vereinheitlichung werden wir bei der Abgrenzung zur Baubranche ebenso profitieren können wie von unserer neu geschaffenen Verbändeallianz der Ausbaugewerke", erklärt Paukner. Denn diese Allianz ziehe gemeinsam mit Tischler Schreiner Deutschland an einem Strang.

Entlastung im Streitfall
Bereits in der Präambel der Verbändeverein­barung verpflichten sich die Träger der SOKA-Bau, zukünftig im Konfliktfall immer die einvernehmliche Lösung zu suchen, und bekunden damit ihren Willen, juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden. In der Praxis sollen mit der Einführung der sogenannten Konsultationsverfahren Betriebe im Streitfall entlastet und die angestrebte "Null-Prozess-Quote" realisiert werden können. "Ich gehe davon aus, dass wir als Servicedienstleister das Thema SOKA-Bau auch in strittigen Fällen dauerhaft aus unseren Betrieben heraushalten können", sagt Paukner.

Selbst bei Grenzfällen, die so speziell seien, dass sie nicht unter die neue Abgrenzungssystematik fielen, sei der erste vertrauensvolle Ansprechpartner immer der eigene Landesfachverband, erklärt Paukner. So hätten sich die Träger der SOKA-Bau verpflichtet, zukünftig zuerst die Verbände zu konsultieren, um Streitfragen zu schlichten. "Es ging vor allem darum, Innungsbetriebe zu schützen und zu entlasten", sagt Paukner.

Weitere Verbesserungen
Wie detailliert die Verbändeallianz der Ausbau­gewerke das Thema angegangen ist, zeigen die weiteren Verbesserungen, die aus der Vereinbarung resultieren. So wird zukünftig nicht mehr die bloße Vermutung ausreichen, ob in einem Betrieb arbeitszeitlich überwiegend baugewerbliche Tätigkeiten verrichtet werden, sondern die SOKA-Bau soll dafür die Beweislast tragen.

Darüber hinaus hat sich die Sozialkasse verpflichtet, von ihrem bisherigen automatisierten Meldeverfahren zur Winterbauumlage an die Bundes­agentur für Arbeit Abstand zu nehmen. Dabei hatte Tischler Schreiner Deutschland stets argumentiert, dass Betriebe, die nicht SOKA-Bau-pflichtig seien, auch nicht unter die Winterbauumlage fielen. "Diese Baustelle ist hoffentlich ebenfalls erledigt und damit zahlreiche nervenaufreibende und zeitraubende Verfahren für unsere Betriebe", bestätigt Martin Paukner.

"Der doppelte Stress durch die unberechtigten Forderungen der Sozialkasse und der Bundesagentur für Arbeit hatte schon etwas von einem Spießrutenlaufen für unsere Betriebe."

Zumindest eine Randnotiz wert …
… ist die Bereitschaft der Träger der Sozial­kasse, dass man zukünftig sowohl die Rückwirkung von vier auf drei Jahre verkürzen als auch die Höhe der Verzugszinsen reduzieren wolle.

Abschließend soll die neue Praxis unter Leitung des Unternehmerverbandes des Deutschen Handwerks (UDH) nach zwei Jahren erneut überprüft werden; dann werde man auch sehen, ob Nach­verhandlungen nötig seien, so Paukner, der dem Prozess eine weitere positive Seite abgewinnen kann: "Dass die für Verhandlungen mit der SOKA-Bau ins Leben gerufene Verbändeallianz der Ausbaugewerke ihre erste harte Bewährungsprobe bestanden hat, ist ebenfalls ein Versprechen an die Zukunft."

Quelle: tischler-schreiner.de





Stefan Zock einstimmig gewählt

Stefan Zock wird zukünftig die Geschicke des hessischen und rheinland-pfälzischen Tischler- und Schreinerhandwerks leiten. Im Rahmen der konstituierenden Mitgliederversammlung des neuen Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz Mitte November wurde der 56-jährige Schreinermeister aus Longuich in geheimer Wahl einstimmig zum Präsidenten gewählt.

Die bereits im Juli mit überwältigender Mehrheit getroffene Entscheidung zur Fusion des hessischen und rheinland-pfälzischen Verbandes wurde nun durch die Gremienwahlen besiegelt.

Zock zur Seite stehen die vier Vizepräsidenten Wolfgang Kramwinkel (Innung Offenbach), Wolfram Lehnen (Innung Koblenz-Rhein-Mosel), Holm Pfeiffer (Innung Lahn-Dill) und Stefan Schmitt (Innung Südpfalz-Deutsche Weinstrasse). Komplettiert wird das Präsidium durch Marco Gretsch (Innung Fulda-Hünfeld), Thomas Klemm (Innung Simmern), Thomas Maul (Innung Gelnhausen-Schlüchtern), Christiane Noss-Flohr (Innung Neuwied), Harald Schnierle (Innung Wetterau), Ralf Stuckardt (Innung Hersfeld-Rotenburg) und Karl Trager (Innung Rheinhessen). An der Spitze des Hauptamts bleibt Hauptgeschäftsführer Hermann Hubing, der bereits in der Vergangenheit Geschäftsführer beider Verbände war und nun wiederum das Vertrauen der Delegierten erhielt.

Der hessische Präsident Reinhard Nau begrüßte die Teilnehmer in der inspirierenden Atmosphäre von Burg Schwarzenstein, sowie einige hochkarätige Gäste zur konstituierenden Mitgliederversammlung. Darunter die beiden Ehrenlandesinnungsmeister Günter Füllgraf für Hessen und Siegfried Schmitt für Rheinland-Pfalz, sowie den langjährigen rheinland-pfälzischen Geschäftsführer Günther Galla.

Nau betonte, dass die Verbände nicht aufgrund eigener Schwächen fusionieren, „sondern die beiden starken und leistungsfähigen Partner haben aus Verantwortungsbewusstsein heraus „JA“ gesagt, um in Zukunft noch bessere Leistungen für unsere Betriebe bieten zu können. Die Tischler und Schreiner in Hessen und Rheinland-Pfalz werden nicht länger getrennt marschieren, sondern wir werden unsere Kräfte bündeln, um in Zukunft gemeinsam die Interessen unseres Berufsstandes zu vertreten.“
Vom Hessischen Wirtschaftsministerium wies Axel Henkel (Abteilungsleiter Außenwirtschaft, Mittelstand, Berufliche Bildung, Technologie) darauf hin, dass der Zusammenschluss in einer Phase entstand, die durch wirtschaftliche Prosperität gekennzeichnet ist. „In einer solchen Situation eine solche Entscheidung zu treffen, das ist Weitblick und eine Entscheidung für die Zukunft, die mir Respekt abnötigt“, so Henkel.

Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, die die Fusion ebenfalls begrüßte, mahnte, mit der Zusammenführung der Verbände die Verbandsarbeit aktiv und zukunftsorientiert zu gestalten. „Nicht nur auf Herausforderungen zu reagieren, sondern aktiv selbst gestalten heißt die Devise!“

Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, ermutigte die Teilnehmer, „den eingeschlagenen Weg in eine feste Form zu gießen“ und deutete auf die Chance hin, sich zukünftig durch die Fusion noch breiter positionieren zu können.

Rainer von Borstel, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks, sprach drei Themen an, die das Handwerk beschäftigen: Sozialbeiträge und Steuern, Aufstiegsfortbildung und die Blaue Plakette. In diesem Zusammenhang rief er auf: „Lassen Sie uns gemeinsam in der Zukunft Lösungen anstreben, die auch im Interesse der Handwerksbetriebe sind!“

Konrad Steininger, Präsident des Bundesinnungsverbands Tischler Schreiner Deutschland, begrüßte die Entscheidung zur Fusion ebenfalls. Es sei der richtige Schritt, die Energien zu bündeln und die Leistung durch Synergieeffekte zu erhöhen.

Ab dem 01.01.2018 wird die Arbeit des fusionierten Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz von der Geschäftsstelle in Bad Wildungen aus gesteuert.

Quelle: leben-raum-gestaltung-rlp.de





Freisprechungsfeier der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen

Großer Andrang herrschte bei der Freisprechungsfeier der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen. Verbunden mit einer Ausstellung der Gesellenstücke hatte die Innung traditionell in die Sparkasse Westerwald-Sieg nach Altenkirchen eingeladen. Viele interessierte Besucher konnte Obermeister Wolfgang Becker zur Feierstunde begrüßen. „Die Übergabe der Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse an die Junggesellen bildet den Abschluss der Ausbildung zum Tischler“, so Becker. Sein Dank galt daher dem Gesellenprüfungsausschuss für die geleistete Arbeit und das ehrenamtliche Engagement.

Diesen Glückwünschen schlossen sich Michael Bug, Vorstand der Sparkasse Westerwald-Sieg an. Als interessantes Highlight konnte der Obermeister Gert Schumann von der Möbelwerkstätte Schumann, Altenkirchen, und seine Mitarbeiterin Nicole Rex begrüßen. Schumann stellte seinen Betrieb vor und berichtete, dass sein Unternehmen schon mehrmals seinen Mitarbeitern die Möglichkeiten zur Teilnahme an Auslandspraktika ermöglicht hat. So auch Nicole Rex, die sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ. In einem überaus interessanten Vortrag berichtete Sie über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse anlässlich eines Praktikums in Finnland.

Im Anschluss daran erhielten die Junghandwerker ihre Gesellenbriefe. Für besondere Leistungen bei der diesjährigen Gesellenprüfung wurde Constantin Rülke, Daaden (Ausbildungsbetrieb Uwe Knautz, Tischlermeister, Kirburg) von der Innung ausgezeichnet. Für die Erstellung seines Gesellenstücks wurde er auch vom Prüfungsausschuss für die „Gute Form 2017“ vorgeschlagen und kann sich nun auf Landesebene qualifizieren.

Bilderarchiv siehe hier:





Verantwortlich: Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Bundesverband Holz und Kunststoff
Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Schreiner Rheinland-Pfalz- Landesinnungverband für das Tischlerhandwerk